Ist unser Persönlichkeitsschutz durch die KESB gefährdet?

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Ist unser Persönlichkeitsschutz durch die KESB gefährdet?  
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In den vergangenen Jahren ist die Kinder- und Erwachsenenschutz-Behörde (KESB) regelmässig in die öffentliche Kritik geraten. Die meisten Leser mögen sich an den tragischen Fall von Flaach erinnern, als eine Mutter in ihrer Verzweiflung ihre eigenen Kinder umgebracht hat, angeblich, weil sie ihre Kinder vor der KESB-Behörde schützen wollte.

Da ist ein Kind, welches auf Autismus abgeklärt ist. Dennoch wurde das Kind von der heilpädagogischen Schule gezwungen, in eine Schnupperlehre zu gehen. Die Folge des unprofessionellen Vorgehens der Schule war, dass das Kind die Schule verweigerte. Daraufhin schaltete sich die KESB-Beiständin ein und veranlasste, dass das Kind in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird. Dies, obwohl  in Fachkreisen bekannt ist, dass eine Psychiatrie für eine autistische Person der denkbar ungünstigste Ort ist.

Manchen Lesern ist die Geschichte eines 12-jährigen Knaben noch in Erinnerung, dessen Betreuung im Monat 85‘000.- Fr. kostete. Dieses Kind wurde bereits im Kindergarten abgeklärt, anfänglich in eine Sonderschule, dann in ein Internat und später in eine sozialpädagogische Einrichtung gesandt. Da der erwünschte Erfolg ausblieb, wurde das Kind in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik platziert. Gemäss der KESB soll dies alles „zum Wohl des Kindes“ geschehen sein.

Gemäss einem Leserbrief hat ein Familienvater sich das Leben genommen. Als die Witwe daraufhin das Haus verkaufen wollte, meldete sich die KESB, zwecks Überprüfung des Verkaufspreises. Für diese ungefragte Dienstleistung forderte die KESB Fr. 7‘000.-.

Gemäss einem Zeitungs-Bericht, soll ein Ehepaar, welches bereits seit 43 Jahren verheiratet war, im Altersheim gelebt haben. Da der Mann an Demenz litt, betreute ihn seine Frau und erledigte die administrativen Angelegenheiten. Eines Tages meldeten sich völlig unerwartet die KESB-Beamten und führten mit der Ehefrau ein Gespräch. Daraufhin wurde die Ehefrau informiert, dass ihr Mann verbeiständet würde und dass ab nun für sämtliche Lebensbereiche ein Sozialarbeiter zuständig sei. Die Ehefrau musste für diesen, für sie unverständlichen, Entscheid erst noch Fr. 1‘200.- bezahlen.

Dies sind nur ein paar wenige Beispiele, wie es gehen kann, wenn man mit der KESB zu tun hat. Korrekterweise muss erwähnt werden, dass die Zusammenarbeit mit der KESB nicht immer so negativ verläuft, dass es auch verständnisvolle und einfühlsame KESB-Beamte gibt. Es kann uns jedoch niemand garantieren, dass nicht auch wir eines Tages gegen unseren Willen verbeiständet werden und dass die Beistandsperson dann auch wirklich zu unserem Wohl handelt.

Deshalb empfiehlt der VE+P, dass Sie mit einem Vorsorgeauftrag und einer Patientenverfügung für Ihr Selbstbestimmungsrecht im Fall einer Urteilsunfähigkeit vorsorgen. Vorsorgeauftragsmuster und Patientenverfügungen können Sie unter www.ve-p.ch herunterladen oder beim Sekretariat VE+P, Postfach 16, 8514 Bissegg, gratis bestellen.

Arthur Bosshart

Sekretär VE+P

Berichte über weitere fragwürdige KESB-Fälle finden Sie in den Obersee Nachrichten.

 

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