Die Kremation: Ein Symbol der Hoffnungslosigkeit!

 Die Bestattungsart drückt auch innere Überzeugungen aus.

Der Himmel leuchtete blau und die Sonnenstrahlen brachten das Wasser zum Glitzern. Die Steuerfrau des Rhytaxis schaltete den Motor ab, Stille. – Und Veras Wunsch ging in Erfüllung. Der Rhein nahm sie mit auf den Weg in die unendliche Weite des Meeres. (BAZ)

Frau E.N. hat im Waldfriedhof bei Trogen für 4800 Fr. einen Baum gekauft. Dort möchte sie und ihr Ehemann einmal begraben werden. Unterdessen besucht E.N. den Baum ab und zu und freut sich darauf, Teil von ihm zu werden. „Im Baum kann ich weiterleben. Ich stelle mir nicht vor, dass meine Seele im Baum weiterexistiert. Vielmehr wird meine Asche den Baum nähren und helfen, neues Leben zu schaffen.“

Dies nur zwei Beispiele von Vorstellungen über das Weiterexistieren nach dem Tod, so wie man sie vor einiger Zeit in der „Basler Zeitung“ und in der „Thurgauer Zeitung“ lesen konnte. Diese beiden Beispiele bezeugen, wie die Art der Bestattung in einem Zusammenhang steht mit der religiösen Überzeugung. Die genannten Beispiele drücken aber auch eine grosse Hoffnungslosigkeit aus. Und sie sind nicht die Einzigen. Im Glauben, dass sie nach dem Tod über den Wasserkreislauf oder über das Wurzelwerk eines Baumes doch noch irgendwie Teil eines ewigen Kreislaufes bleiben können, klammern sich unzählige Menschen an einem Strohalm fest.

Ganz anders sieht es aus für Christen, für Menschen, die eine persönliche Beziehung zu Jesus Chrisus haben. Ihre Hoffnung ist begründet, sie ist lebendig. Gemeinsam mit Petrus können sie sagen: “Gelobet sei Gott und der Vater unsers HERRN Jesu Christi, der uns nach seiner Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.”
(1.Petrus 1.3)
Die Auferstehung ist der Kern des christlichen Glaubens. “Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden. Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.“ (1. Kor.15.13+14)
Diese Überzeugung findet ihren Ausdruck in der Art der Bestattung. Gegründet auf den Auferstehungsglauben wurde im Christentum die Feuerbestattung über Jahrhunderte abgelehnt. Die Erdbestattung orientierte sich and der Grablegung Jesu Christ.
Mit der Erdbestattung bezeugten die Christen ihren Glauben an die Auferstehung, so wie es in Apostelgeschichte 24.15 steht: „Ich habe die Hoffnung auf Gott, auf welche auch sie selbst warten, nämlich, dass zukünftig sei die Auferstehung der Toten, der Gerechten und der Ungerechten.“

In der Schweiz ist die Situation heute so, dass in den meisten Kantonen die Kremation der Regelfall ist. Das heisst, wenn nichts anderes verfügt wurde oder von den nächsten Angehörigen verlangt wird, wird kremiert. Deshalb empfiehlt der Verein für Erdbestattung (VE+P), dass jeder der erdbestattet sein will, dies auch schriftlich verfügt. Verfügungsformulare und eine Anleitung zum Verfügen können unter www.ve-p.ch heruntergeladen und ausgedruckt werden .

Arthur Bosshart
Sekretär VE+P

Kremation, Symbol der Hoffnungslosigkeit (Im PDF-Format zum ausdrucken)