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Erdbestattung ist und bleibt die christliche Bestattungsart

Die Erdbestattung ist seit Jahrhunderten als „die christliche Bestattungsart“ bekannt. Im Alten – wie auch im Neuen Testament spricht die Bibel fast nur von Ganzkörperbestattung und damit verbunden von begraben, Grab, Gruft, Verwesung. In 5. Mose 34,6 kann man nachlesen, dass Gott selbst den Leichnam des Moses begrub und im Johannesevangelium 19,40 heisst es: „Da nahmen sie den Leichnam Jesu und banden ihn in Leinentücher mit wohlriechenden Ölen, wie die Juden zu begraben pflegen.“ Daraus geht hervor, dass in Israel die Ganzkörperbestattung die übliche Bestattungsart war. Insgesamt redet die Bibel hunderte Male von Begräbnis, Grab, Gruft und Verwesung und nur in Ausnahmefällen von Leichenverbrennung, und wenn sie von Leichenverbrennung redet, dann immer in Verbindung mit Gericht.

Mit einem Erlass von Karl dem Grossen im Jahr 786 wurde in Europa die Leichenverbrennung auf Grund ihres heidnischen Ursprungs unter Todesstrafe verboten. Über Jahrhunderte hinweg wurde dann im christlichen Abendland die Feuerbestattung, nicht zuletzt auch auf Grund des Glaubens an die leibliche Auferstehung, abgelehnt.

In Auflehnung gegen den Auferstehungsglauben und um eine bewusste Abgrenzung zur christlichen Bestattungskultur zu schaffen, forderten die Freidenker (Freimaurer) Mitte des 18. Jahrhunderts, dass die Feuerbestattung wieder eingeführt werde. Als Argumente für die Feuerbestattung gaben sie die Hygiene an. So, auf Druck der Freidenker, wurde 1878 in Deutschland das erste Krematorium in Betrieb genommen. Um möglichst viele Leute, auch Christen, zur Kremation zu bewegen, wurden dann nebst der Hygiene auch Platzmangel auf Friedhöfen, Überfettung der Friedhoferde oder die Umwelt als Argumente für die Kremation vorgebracht. Man machte den Leuten glaubhaft, die Kremation sei eine saubere Bestattungsart.
Heute weiss man jedoch, dass die Kremation nicht nur giftige Gase freisetzt und die Umwelt belastet, sondern dass die Krematorien auch massive Energieverbraucher sind. So werden für eine Kremation im Durchschnitt rund 300 kWh  benötigt. Das heisst, dass für die rund 50‘000 Kremationen, welche jährlich in der Schweiz stattfinden, rund 15‘000‘000 kWh Energie verbraucht wird. Diesen Energieverbrauch kann man nicht gerade als ökologisch und sinnvoll bezeichnen.

In Anbetracht dessen, dass einerseits die Kremation nicht nur einen heidnischen Hintergrund hat, sondern auch in Auflehnung gegen den Auferstehungsglauben von den Freimaurern wiedereingeführt wurde und zudem umweltbelastend ist, andererseits die Bibel hunderte Male von begraben, Grab, Gruft und Verwesung spricht, stellt sich die Frage: „Auf wessen Wort hin will ich handeln und bestattet sein?“

Vielerorts ist durch Gesetzeserneuerungen die Kremation zum Regelfall geworden. Das heisst, wenn nichts anderes verfügt wurde oder von Familienangehörigen verlangt wird, wird kremiert. Aus diesem Grund empfiehlt der Verein für Erdbestattung und Persönlichkeitsschutz (VE+P), dass jeder der erdbestattet sein will, dies auch verfügt. Verfügungsformulare und eine Anleitung zum Verfügen können unter www.ve-p.ch ausgedruckt werden oder beim Sekretariat VE+P, Postfach 16, CH-8514 Bissegg, oder unter der Tel. Nr. 071 977 32 44 gratis bestellt werden.

 

Arthur Bosshart
Sekretär VE+P

Erdbestattung ist und bleibt die christliche Bestattungsart (Im PDF-Format zum ausdrucken)