Erdbestattung zeugt von lebendiger Hoffnung

Zum Thema Waldbestattung war im Tages-Anzeiger vom 16. Juni 2017 Folgendes zu lesen: „Die Vorstellung, der Baum nehme die Nährstoffe aus der Asche der verstorbenen Person auf, worauf diese in Form eines Baumes weiterlebe, spende vielen Trost, die mit dem Tod konfrontiert seien.“ Für diesen, doch recht schwachen, Trost sind manche Leute bereit, der „Friedwald GmbH“ rund 5‘000 Fr. zu bezahlen.

Da den Freidenkern der Glaube an die Auferstehung höchst unbequem ist, bemühen sie sich schon seit vielen Jahrzehnten, den Glauben an die Bibel aus der Gesellschaft zu verdrängen. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts veranlassten die Freidenker die Wiedereinführung der Kremation in Europa, um sich vom Auferstehungsglauben abzugrenzen zu können und um dem Auferstehungsglauben zu widersprechen.

Um dennoch die Akzeptanz der Kremation auch bei den Christen zu bekommen, schoben die Freidenker anfänglich hygienische Gründe und später Platzmangel, Umweltschutz, Bestattungs- und Unterhaltskosten vor. Nachdem nun alle ihre Argumente verblasst sind und nicht mehr überzeugen können, bringen die Freidenker neulich das Argument der Wachsleichen ins Spiel. Doch abgesehen davon, dass alle Argumente der Freidenker für eine Kremation bei genauerem Prüfen kaum standhalten können, bleibt die „Ganzkörper-Erdbestattung“ die menschenwürdigere Bestattungsart, da sie nicht nur eine bessere Trauerverarbeitung, sondern auch einen ganz natürlichen Verwesungsprozess erlaubt, ganz im Gegensatz zur gewaltsamen Vernichtung des Leibes durch die Feuerverbrennung.

Im Unterschied zu jenen Menschen, welche den Glauben an die Bibel ablehnen, haben gläubige Christen einen lebendigen Trost, weil sie wissen, dass, nach ihrem leiblichen Tod, ihre Seele bei vollem Bewusstsein beim Herrn Jesus Christus weiterleben wird und dass sie bei der ersten Auferstehung einen neuen, unvergänglichen Leib erhalten werden, einen Leib, wie Jesus Christus ihn hat, seitdem er auferstanden ist.

Auf Grund dessen, dass die Bibel hundertfach von begraben, Grab, Gruft und Verwesung spricht, jedoch von Leichenverbrennung nur in Verbindung mit Gericht, können wir mit Sicherheit daraus ableiten, dass die Ganzkörper-Erdbestattung dem Willen Gottes entspricht. Jesus Christus selbst wurde in einer Gruft begraben.

In der Schweiz ist es schon seit vielen Jahren so, dass die Kremation der Regelfall ist. Das heisst, dass wenn nichts anderes verfügt wurde oder von Familienangehörigen nichts anderes verlangt wird, dann wird die verstorbene Person kremiert. Aus diesem Grunde empfiehlt der Verein für Erdbestattung und Persönlichkeitsschutz (VE+P), dass alle Personen, die erdbestattet sein wollen, dies auch verfügen. Verfügungsformulare und eine Anleitung dazu können unter www.ve-p.ch/?page_id=18 heruntergeladen und ausgedruckt werden, oder beim Sekretariat VE+P, Postfach 16, 8514 Bissegg, gratis bestellt werden.

 

Arthur Bosshart

Sekretär VE+P