Die Auferstehung: Ein Ärgernis – damals wie heute!

Paulus hatte sich in Athen, dem Wissenszentrum der damaligen Welt, umgesehen und festgestellt, dass die Athener in ihrer Weisheit eine Unzahl von Gottheiten verehrten. Ihre Religiosität ging soweit, dass sie sogar einen Altar für den unbekannten Gott bauten. Zur selben Zeit verbreiteten die epikureischen und stoischen Philosophenschulen ihre Lehren – Lehren, deren Einfluss bis in die heutige Zeit hineinreichen.

Wie die Evolutionisten, so lehnten auch die Epikuräer jegliche göttliche Intervention in das Weltgeschehen ab. Das Bestreben eines Epikuräer war es, durch bescheidenes Leben und Aneignung von Wissen einen Zustand der Unerschütterlichkeit, Freiheit und Furchtlosigkeit zu erreichen.

Die stoischen Philosophen waren davon überzeugt, dass im ganzen Kosmos ein „universelles Prinzip“ waltet, welches alle Naturerscheinungen und alle natürlichen Zusammenhänge bestimmt. Für den einzelnen Stoiker galt es, nach Weisheit zu streben, seinen Platz in dieser kosmologischen Ordnung zu erkennen und durch Einübung und Selbstbeherrschung sein Los zu akzeptieren. Aus den beiden Philosophie kann man sehr stark das freimaurerische Gedankengut, „Durch Lehren und Erziehen einen besseren Menschen und eine bessere Welt schaffen“, heraushören.

So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass die griechischen Philosophen mit Paulus stritten, ihn für einen Schwätzer hielten und auf den Aeropag führten. Dies gab Paulus aber auch die Gelegenheit, den Athenern mitzuteilen, dass: „Gott zwar über die Zeit der Unwissenheit hinweggesehen hat; nun aber den Menschen gebietet, dass alle an allen Enden Buße tun. Denn Gott hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis richten will mit Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat jedermann den Glauben angeboten, indem er ihn von den Toten auferweckt hat.“ (Apg. 17,30+31) Als Paulus aber von der Auferstehung der Toten sprach, begannen manche zu spotten (Apg. 17.32). Nach wie vor lehnen viele Menschen die Botschaft vom gekreuzigten und auferstandenen Christus ab. Mitte des 19. Jahrhunderts propagierten atheistische Verbände wie z.B. die Freidenker die Kremation, um sich bewusst von der christlichen Bestattungskultur und dem Auferstehungsglauben abzugrenzen. Gut möglich, dass sie damit dem unbequemen Gedanken an die zweite Auferstehung, der Auferstehung zum Gericht, aus dem Wege gehen wollten. Es ist aber so, dass nichts der Auferstehungskraft Gottes entgegenwirken kann. Auferstehen müssen alle, sei es zur ersten oder zur zweiten Auferstehung, ob ihr Körper verbrannt wurde oder nicht. Die Erdbestattung: Ein Zeugnis für die Auferstehung

Für Christen stellt sich die Frage: Was ist in Bezug auf die Bestattungsart der Wille Gottes? Paulus schrieb diesbezüglich in 1. Kor. 15,43+44:  „Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Armseligkeit und wird auferstehen in Kraft. Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib.“  Wenn Paulus den Leib mit  einem Samenkorn vergleicht, so ist auch klar, dass ein Samenkorn vor dem Aussäen nicht verbrannt wird. Betrachten wir die Bibel im Gesamten, dann stellen wir fest, dass die Bibel normalerweise immer von „begraben, Grab, Gruft und Verwesung“, also von Ganzkörperbestattung, redet und nur in Ausnahmefällen von Leichenverbrennung, dann aber immer in Verbindung mit Gericht. Daraus lässt sich ohne Zweifel ableiten, dass die Erdbestattung das Wohlgefallen Gottes hat.

Als Christen sollten wir uns zudem auch die Frage stellen: „Wollen wir mit unserer Bestattung ein Zeugnis für den Glauben an Jesus Christus und die Auferstehung abgeben oder die Feinde des Auferstehungsglaubens in ihrem Unglauben bestätigen?“

Der Verein für Erdbestattung und Persönlichkeitsschutz (VE+P) empfiehlt, dass wer erdbestattet sein will, dies auch verfügt. Verfügungsformulare für eine Erdbestattung, Patientenverfügungen und Vorsorgeauftragsmuster mit Anleitungen können unter www.ve-p.ch heruntergeladen und ausgedruckt oder auch beim Sekretariat VE+P, Postfach 16, 8514 Bissegg gratis bestellt werden.

Die Auferstehung: Ein Ärgerniss – damals wie heute!     (PDF Datei)

Arthur Bosshart
Sekretär VE+P

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Hoffunungslosigkeit oder Hoffnung?

Kremation, Symbol der Hoffnungslosigkeit   (PDF zum Ausdrucken)

Die Kremation, ein Symbol der Hoffnungslosigkeit!

Der Himmel leuchtete blau und die Sonnenstrahlen brachten das Wasser zum Glitzern. Die Steuerfrau des Rhytaxis schaltete den Motor ab, Stille. – Und Veras Wunsch ging in Erfüllung. Der Rhein nahm sie mit auf den Weg in die unendliche Weite des Meeres. (BAZ)
Frau E.N. hat im Waldfriedhof bei Trogen für 4800 Fr. einen Baum gekauft. Dort möchte sie und ihr Ehemann einmal begraben werden. Unterdessen besucht E.N. den Baum ab und zu und freut sich darauf, Teil von ihm zu werden. „Im Baum kann ich weiterleben. Ich stelle mir nicht vor, dass meine Seele im Baum weiterexistiert. Vielmehr wird meine Asche den Baum nähren und helfen, neues Leben zu schaffen.“
Dies nur zwei Beispiele von Vorstellungen über das Weiterexistieren nach dem Tod, so wie man sie vor einiger Zeit in der „Basler Zeitung“ und in der „Thurgauer Zeitung“ lesen konnte. Diese beiden Beispiele bezeugen, wie die Art der Bestattung in einem Zusammenhang steht mit der religiösen Überzeugung. Die genannten Beispiele drücken aber auch eine grosse Hoffnungslosigkeit aus. Und sie sind nicht die Einzigen. Im Glauben, dass sie nach dem Tod über den Wasserkreislauf oder über das Wurzelwerk eines Baumes doch noch irgendwie Teil eines ewigen Kreislaufes bleiben können, klammern sich unzählige Menschen an einem Strohalm fest.  

Ganz anders sieht es aus für Christen, für Menschen, die eine persönliche Beziehung zu Jesus Chrisus haben. Ihre Hoffnung ist begründet, sie ist lebendig. Gemeinsam mit Petrus können sie sagen: “Gelobet sei Gott und der Vater unsers HERRN Jesu Christi, der uns nach seiner Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch dieAuferstehung Jesu Christi von den Toten.”
(1.Petrus 1.3)
Die Auferstehung ist der Kern des christlichen Glaubens. “Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden. Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.“ (1. Kor.15.13+14)
Diese Überzeugung findet ihren Ausdruck in der Art der Bestattung. Gegründet auf den Auferstehungsglauben wurde im Christentum die Feuerbestattung über Jahrhunderte abgelehnt. Die Erdbestattung orientierte sich and der Grablegung Jesu Christ.
Mit der Erdbestattung bezeugten die Christen ihren Glauben an die Auferstehung, so wie es in Apostelgeschichte 24.15 steht: „Ich habe die Hoffnung auf Gott, auf welche auch sie selbst warten, nämlich, dass zukünftig sei die Auferstehung der Toten, der Gerechten und der Ungerechten.“

In der Schweiz ist die Situation heute so, dass in den meisten Kantonen die Kremation der Regelfall ist. Das heisst, wenn nichts anderes verfügt wurde oder von den nächsten Angehörigen verlangt wird, wird kremiert. Deshalb empfiehlt der Verein für Erdbestattung (VE+P), dass jeder der erdbestattet sein will, dies auch schriftlich verfügt. Verfügungsformulare und eine Anleitung zum Verfügen können unter 
www.ve-p.ch/?page_id=18  heruntergeladen und ausgedruckt werden .

Arthur Bosshart
Sekretär VE+P

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